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Integra im WDR

Ein Fernsehteam des WDR war dabei und hat das Leben im Pfadfinderlager gefilmt. Die Ausstrahlung erfolgte ab dem 08.08. in der Lokalzeit Duisburg der Aktuellen Stunde.

Am 29.7.2011 war das Küchenteam um Chefkoch Jürgen Patocka bei den Pfadfindern am Holländer See in Geldern um mit und für die Teilnehmer zu kochen.

Fleißige Pfadfinder bei der Arbeit.

Teilnehmer aus dem Bereich Wirtschaft und Verwaltung haben Kinder und Betreuer interviewt. Hier der Bericht vom Pfadfinderleben in Geldern.

Lagerimpression
Küchenteam kocht im Pfadfinderlager
Norbert Krenn ist 52 Jahre alt, kommt aus Geldern und ist der Leiter der Maßnahme. Er nimmt seit insgesamt 42 Jahren daran teil und seit 15 Jahren leitet er diese. Seine Antwort auf unser "Warum?" lautete: "Ich habe schon als Kind an solchen Maßnahmen teilgenommen und möchte heute einfach den Kindern das selbe ermöglichen. Es sind so Dinge, wie dieses Miteinander, ohne Eltern sein, die Förderung des Soziallebens, die Natur und dieses einfache Leben, welche ich den Kindern gerne näher bringen möchte." Hier ist keine Mitgliedschaft erforderlich und die Teilnehmer kommen aus dem ganzen Land. Die Kinder mit der weitesten Anreise kommen sogar aus dem Ausland, wie Kasachstan, Spanien oder Rumänien.
Das Camp dauert sechs Wochen, wobei es in drei Abschnitte á 13 Tage unterteilt ist. Den Teilnehmern ist es möglich die Zeit frei zu wählen, zwischen einem und 36 Tagen. Die Kosten für 13 Tage betragen 258,00 EUR Eigenanteil. Darin ist alles Nötige enthalten, z.B. Unternehmungen, Platz, Verpflegung, etc. Alle Mitarbeiter sind ehrenamtlich hier. Zur Zeit werden 35 Teilnehmer betreut, insgesamt werden es an die 100 sein. Die Teilnehmerzahl ist variabel. Angeboten werden hier sportliche Aktivitäten, wie z.B. Federball, Fußball oder Völkerball, Stockbrot essen beim Lagerfeuer oder Unternehmungen, wie Stadtrally oder Gruselmärsche.
Heute kommt das Fernsehteam vom WDR bereits zum dritten Mal hier zum Holländer See in Geldern und nimmt ebenfalls an dem Gruselmarsch teil.
Als wir die 11-jährige Maike aus Roitsch (Sachsen-Anhalt) trafen, fragten wir sie, wie lange sie schon hier ist und ob es ihr Spaß macht. Maike: "Ich bin seit einer Woche hier und bleibe noch neun Tage. Ich mache so etwas zum ersten Mal und es macht sehr viel Spaß. Es ist schön die Zeit mit den anderen Leuten hier zu verbringen und abends am Lagerfeuer noch vom Tag zu erzählen." Maike gefallen die Stadtrally`s und die Gruselmärsche am Besten. Sie würde es auf jeden Fall nochmal machen.
Die 13-jährige Sophia aus Grevenbroich ist für knapp zwei Wochen im Camp und ihr gefällt es auch sehr gut. Leider hat Sophia im Moment eine leichte Erkältung und fühlt sich deswegen manchmal ein bisschen schlapp. Sie ist ebenfalls das erste Mal dabei und würde es nochmal machen. Am besten gefällt es ihr, viel Freizeit zu haben und mit ihren Freundinnen zu quatschen.
Dann haben wir noch die 16-jährige Betreuerin Daniela aus Nieukerk getroffen. Die erste und zweite Woche arbeitet sie voll hier und dann ab dem 8. August ist sie nochmal für eine Woche hier. Ein guter Freund von Daniela hatte ihr die Internetseite geschickt und daraufhin hat sie sich angemeldet. "Ich bin das erste Mal dabei und nächstes Jahr komme ich wieder. Die Unternehmungen, z.B. Stadtrally, sind echt toll und machen viel Spaß. Außerdem ist das hier alles echt super organisiert", erzählte uns die begeisterte Daniela.
Der 12-jährige Francesco aus Geldern-Veert ist für knapp zwei Wochen im Camp und ebenfalls zum ersten Mal hier. Ihm macht es Spaß und er findet es echt witzig. Leider spielt das Wetter nicht so mit. Es regnet immer wieder. Francesco spielt gerne Ball und findet es super, dass alle zusammen sind. Seine Mutter brachte ihn auf die Idee zum Holländer See zu kommen.
Zu guter Letzt haben wir noch ein junges Mädchen getroffen, das eine ziemlich lange Reise hinter sich hat. Sie heißt Lida, ist 16 Jahre alt und kommt aus Almaty. Das ist im Südosten Kasachstans, ca. 9.000 km von Geldern entfernt. Lida bleibt für knapp fünf Wochen hier im Camp. Sie geht in Kasachstan zum Gymnasium und hat Deutsch schon seit der ersten Klasse. Hier möchte sie ihre Sprachkenntnisse noch etwas erweitern. Wir fragten sie, wie es ihr hier in Deutschland gefällt. "Es gefällt mir sehr gut. Ich bin zum ersten Mal hier. In Kasachstan war ich schon zwei Mal in einem Lager. Das ist aber nicht vergleichbar mit Deutschland. Dort ist man mit den anderen Teilnehmern in einem kleinen Haus und das ist nicht so interessant. Ich würde das hier gerne nochmal machen. Es ist super spannend, weil für mich alles neu ist. Das ist sehr interessant. Hier ist eine ganz andere Atmosphäre und es macht Spaß, die anderen Leute kennen zu lernen und zu beobachten. Es ist einfach wunderbar.", antwortete sie uns, ganz hin und weg durch die vielen, neuen Eindrücke. Außerdem fügte sie hinzu: "Mein Vater hat mir bei der Idee geholfen. Zuerst waren wir 10 Tage in Berlin. Das war allerdings nicht so interessant. Wir haben uns nur Sehenswürdigkeiten angeschaut. Hier ist es viel besser und lustiger mit den anderen Kindern. Sie sind alle super nett. Es ist manchmal ein bisschen schwer für mich, wegen der Sprache, aber die anderen helfen mir."
Bericht: Sarah Storm
